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Pressemitteilung Südkorea Klimawandel

Südkorea beschließt Gesetz zur Klimaneutralität bis 2050

Eigens entwickelte Technologien sollen Umsetzung ermöglichen

Südkorea will bis 2050 klimaneutral werden. Das Ziel soll mithilfe einer Reihe an innovativen und vor Ort entwickelten Technologien realisiert werden.

Berlin, Seoul (GTAI) – Seit dem 31. August 2021 hat Südkorea ein Klimagesetz und ein strengeres Ziel für die 2030 erlaubten Emissionen. Das 2020 zur zehntgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegene Südkorea ist auch einer der größten Emittenten von Treibhausgasen weltweit.

„Das neue Ziel für 2030 entspricht einem Wert von höchstens 473 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente und damit einer Senkung der Emissionen um mindestens 27 Prozent gegenüber dem Pandemiejahr 2020. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2018 waren die Emissionen bereits etwas am Sinken, jedoch dürften aufgrund der wieder anlaufenden Wirtschaft höhere Emissionen im Jahr 2021 keine Überraschung werden“, sagt Frank Robaschik von Germany Trade & Invest (GTAI) in Seoul.

Südkorea verfolgt laut Robaschik bereits seit einigen Jahren das Ziel, die Emissionen nicht ungebremst ansteigen zu lassen: „In der Stromerzeugung will Südkorea weniger Kohle einsetzen, den Anteil erneuerbarer Energien von 5,0 Prozent im Jahr 2019 bis 2030 auf 16,7 Prozent und bis 2034 auf 21,3 Prozent erhöhen. Im Verkehr baut Südkorea darüber hinaus schrittweise den Anteil von Autos mit Elektro-, Hybrid- und Wasserstoffantrieb aus.“ Im Schiffbau werden umweltfreundlichere Treibstoffe wie Erdgas, Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak an Stelle von Schweröl zunehmend ein Thema.

Mithilfe eigens entwickelter Technologien will das Land die Ziele der Klimaneutralität bis 2050 erreichen. Im Zentrum des Interesses stehen beispielsweise Technologien zum vielfältigen Einsatz von Wasserstoff, die Entwicklung von Energiequellen mit geringem Kohlenstoffgehalt in der Stahlindustrie oder auch die Entwicklung biologischer Rohstoffe, die Erdöl ersetzen können. Auch die Kohlenstoffspeicherung soll vermehrt zum Einsatz kommen.

Der Weg zur Klimaneutralität ermöglicht auch deutschen Anbietern zahlreiche Chancen. Mit dem Ausbau der Elektromobilität bringen deutsche Autobauer immer mehr Elektroautos auf den südkoreanischen Markt. Im Gebäudesektor müssen ab 2025 alle größeren Gebäude als Nullenergiegebäude errichtet werden. „Die strengeren Vorschriften dürften unter anderem der gebäudeintegrierten Photovoltaik helfen, aber auch isolierende Fenster werden dadurch mehr gefragt. Und auch wenn Südkorea in der Regel Technologien selbst entwickeln will, dürfte die Notwendigkeit für mehr Energieeffizienz in der Industrie ebenfalls neue Marktchancen für deutsche Firmen eröffnen“, so Robaschik weiter.

Weitere Informationen zu diesem und weiteren Themen erhalten Sie auf unserer Länderseite zu Südkorea.

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