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Special | Japan | Klimaschutzatlas

Klimaschutz-Atlas

Fachkräfte: Grüne Arbeitsplätze stoßen auf Interesse

Japan sieht sich insgesamt mit einem zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert. Im Bereich Klimaschutz scheint der Bedarf gegenwärtig noch relativ gut gedeckt zu sein.

Von Jürgen Maurer | Tokyo

Die Ausbildung in Japan findet in vielen Bereichen "on the job", also in der Praxis, statt. Manche Fachhochschulen und Hochschulen bieten spezialisierte Ausbildungsgänge an. Eine vom Personaldienstleister Recruit erstellte Webseite listet für den Bereich "Energie und Umwelt" 39 Bildungseinrichtungen mit entsprechenden Curricula auf.

Japan verfolgt schon seit vielen Jahren einen intensiven Ausbau der Fotovoltaik. Die Montage von Solaranlagen reicht dabei von der Projektplanung bis zur Installation und Wartung. Laut Unternehmensvertretern sind hierfür genügend Fachkräfte vorhanden.

Bei Windkraft stellt sich jedoch ein anderes Bild dar. Die japanische Regierung will zukünftig insbesondere den Offshore-Bereich stark ausbauen. Hier sind nur wenige lokale Unternehmen mit spezifischem Fachwissen vorhanden und es besteht ein Ausbildungsbedarf. Auch ausländisches Fachpersonal ist gefragt.

Ein weiterer Zukunftsbereich ist die Wasserstoffwirtschaft, wo laut Firmenvertretern ausreichend Fachwissen und Erfahrung vorhanden ist. Denn Japan hat schon sehr früh in die Entwicklung von Brennstoffzellen und die Wasserstoffausrüstung investiert. Das Land hat so Know-how für die Produktion und den Infrastrukturausbau gesammelt.

Auch Fachpersonal für die Installation und Wartung von Wärme- und Kühlsystemen ist vorhanden. Unternehmen wie Panasonic, Daikin und andere bilden kontinuierlich Fachkräfte aus. Davon profitieren auch die sogenannten Ene-Farms, also kleine Brennstoffzellenspeicher für Wohngebäude und energieeffiziente Klimaanlagen.

Der Staat hat verschiedene Programme aufgelegt, um den grundsätzlichen Fachkräftemangel anzugehen. Er zielt darauf ab, genügend Arbeitskräfte in digitalen und grünen Branchen auszubilden. Dazu hat die Regierung im Dezember 2021 ein Budget von umgerechnet circa 3,3 Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre auf den Weg gebracht. Im März 2022 hat der Council for Science, Technology and Innovation eine Studie vorgelegt. Sie beschreibt, wie die Entwicklung von Humankapital verbessert werden kann.

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