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Wirtschaftsumfeld | Schweden | Währung, Inflation

Schwedische Zentralbank erwägt Zinssenkung

Eine mögliche Zinssenkung in der 1. Hälfte 2024 könnte die schwedische Wirtschaft ankurbeln. Noch hält die Zentralbank den Leitzins jedoch konstant.

Von Julia Kneppe | Stockholm

Nach dem jüngsten Rückgang der Teuerungsrate auf 4,4 Prozent im Dezember 2023 erachtet die schwedische Zentralbank eine straffe Geldpolitik weiterhin als notwendig, um die Inflation zu stabilisieren. Entsprechend hält sie den aktuellen Leitzins bei 4 Prozent. Sie stuft das Risiko einer fest verankerten, hohen Inflation inzwischen jedoch als geringer ein und gibt Aussicht auf eine Zinssenkung noch im 1. Halbjahr 2024. Hierbei wird sie durch eine aktuelle Einschätzung vom 5. Februar 2024 des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestärkt, dass Schweden sein Inflationsziel von 2 Prozent in der 1. Hälfte 2025 erreichen wird. 

Für Wirtschaft und Haushalte ist die Perspektive einer Zinssenkung in der 1. Hälfte 2024 ein willkommenes Szenario. Die Industrie verzeichnete einen zähen Start in das Jahr 2024: Der Einkaufsmanagerindex (PMI), ein Indikator für das Geschäftsklima, gab im Januar erneut nach und sank auf 47,1 Punkte. Trotz bestehender Risiken wie beispielsweise mögliche Lieferkettenstörungen in Folge von Unruhen im Roten Meer verdichten sich die Anzeichen, dass die schwedische Industrie damit die Talsohle bereits durchschritten hat.

Der IWF sagt für Schweden aktuell ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent im Jahr 2024 voraus. Dies steht im Kontrast zu bisherigen Einschätzungen.

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