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Special USA

Viele US-Netzbetreiber wollen mittelfristig 5G-Mobilfunknetze anbieten

Im Vergleich zu vielen anderen Industrienationen sind in den USA ein unzureichender flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes und relativ geringe durchschnittliche Breitbandgeschwindigkeiten zu verzeichnen. Allerdings holen die USA diesbezüglich auf.

Gemäß des „State of the Internet“-Report von Akamai Technologies aus dem 1. Quartal 2017 erzielten Internetnutzer in den USA durchschnittlich eine Übertragungsgeschwindigkeit von 18,7 Mbit/s. Weltweit lagen die USA damit auf Rang zehn. Laut gleicher Quelle notierten bei rund 21% der Breitbandzugänge die Durchschnittsgeschwindigkeiten bei über 25 Mbit/s. Eine Triebfeder für die hohen Zuwächse waren gemäß Akamai Technologies, dass Internetanbieter in immer mehr Großstadtregionen Breitbandverbindungen im oder nahe des Gigabitbereichs bereitstellen. Hinzu kämen immer kostengünstigere „High-Speed“-Verbindungen von diversen Anbietern.

 

Kennziffern zur Digitalisierung in den USA

Indikator

2015

2016

Anteil der erwachsenen Internetnutzer (in %)

86

88

Anteil der Erwachsenen mit festem Breitbandanschluss (in %) 1)

67

73

Smartphone-Verträge (je 100 Einwohner)

117,6

127,2

Mobile Breitbandzugänge (je 100 Einwohner) 2)

111,3

122,3

1) Stand: November des jeweiligen Jahres ; 2) Stand: 2. Quartal
Quellen: Pew Research Center, The World Bank, OECD, International Telecommunication Union (ITU)

 

In ländlichen Regionen besteht laut der Telecommunications Industry Association noch erhebliches Potenzial beim Ausbau von festnetzbasierten Breitbandverbindungen, vor allem bei solchen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 25 Mbit/s. In den meisten Großstadtregionen gehen Konsumenten zunehmend dazu über, komplett auf mobile Breitbandzugänge zu setzen. 

Die steigende Marktdurchdringung von Smartphones, das zunehmende Videostreaming sowie die Ausweitung der Nutzung des Mobilfunkstandards der vierten Generation steigern die Datenaufkommen in immer neue Höhen. Laut Prognosen des Telekomausrüstungsherstellers Ericsson wird der durchschnittliche monatliche Datenverkehr pro Smartphone in Nordamerika zwischen 2016 und 2022 von 5,1 GB auf rund 25,0 GB anziehen. 

Zahlreiche Netzbetreiber intensivieren ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um mittelfristig 5G-Mobilfunknetze anbieten zu können. Die Datenraten sollen bis zu hundertmal höher und die Latenzzeiten signifikant niedriger sein als beim Mobilfunkstandard der vierten Generation. Um das Jahr 2020 dürfte laut der Beratungsgesellschaft Deloitte der 5G-Mobilfunkstandard in den USA auf dem Massenmarkt etabliert sein.

 

Text: Christian Janetzke

 

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