Zollbericht USA Zolltarif, Einfuhrzoll
USA leiten Untersuchung zu Kupferimporten ein
Als Gründe für die Untersuchung nennt Trump die nationale Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität Amerikas.
27.02.2025
Von Dr. Melanie Hoffmann | Bonn
US-Präsident Donald Trump beauftragte seinen Handelsminister per Executive Order, Handelspraktiken im Zusammenhang mit der Einfuhr von Kupfer zu untersuchen. Die Untersuchung zielt darauf ab, die potenziellen Risiken für die nationale Sicherheit zu bewerten, die durch die steigende Abhängigkeit der USA von Kupferimporten in allen Formen (zum Beispiel Kupferkonzentrate, raffiniertes Kupfer und Kupferschrott) entstehen. Darüber hinaus wird der mögliche Bedarf an handelspolitischen Maßnahmen zum Schutz der lokalen Industrie analysiert.
Innerhalb von 270 Tagen nach dem Datum dieser Anordnung (25. Februar 2025) legt der Handelsminister dem Präsidenten einen Bericht mit konkreten Ergebnissen und Handlungsempfehlungen vor. Es wurden keine konkreten Informationen zur Höhe etwaiger Zölle oder zum Zeitpunkt ihrer Einführung bekannt gegeben.
Zum Hintergrund
Die Executive Order stellt die besondere Bedeutung des kritischen Materials Kupfer dar. Kupfer spielt eine wichtige Rolle im militärischen Bereich, bei Infrastrukturprojekten und bei der Entwicklung neuer Technologien, insbesondere im Bereich der sauberen Energie, Elektrofahrzeuge und fortschrittlichen Elektronik. Die USA sind in zunehmendem Maße auf den Import von abgebautem, geschmolzenem und raffiniertem Kupfer aus Drittländern angewiesen. Darüber hinaus hinken die Raffineriekapazitäten der USA hinter denen der globalen Konkurrenz hinterher. In der Executive Order ist die Rede von einem ausländischen Produzenten, der die weltweite Kupferverhüttung dominiert und kontrolliert. Diese Dominanz wird als eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit und der wirtschaftlichen Stabilität der USA gesehen.
Quellen: