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Branchen | Japan | Energiespeicherung, Batterien

Japanische Firmen errichten Batteriewerke im In- und Ausland

Japanische Unternehmen erweitern ihre Kapazitäten zur Produktion von Batterien für Elektroautos. Der Batteriehersteller AESC startet neue Vorhaben in Spanien und in den USA.

Von Frank Robaschik | Tokyo

Im August 2022 veröffentlichte das japanische Ministry of Trade, Energy and Industry (METI) eine Batteriestrategie. Im September 2023 hat das METI seine Vorstellungen konkretisiert. Bis 2030 soll Japan danach bei Lithium-Ionen-Batterien im Inland über Produktionskapazitäten von 150 Gigawattstunden pro Jahr verfügen. Weltweit sollen demnach die Kapazitäten japanischer Firmen 2030 insgesamt 600 Gigawattstunden pro Jahr erreichen. 

AESC baut Batteriewerke in Spanien und in den USA

Der im japanischen Yokohama ansässige Batteriehersteller AESC legte am 8. Juli 2024 den Grundstein für ein neues Werk in Spanien. In Navalmoral de la Mata in der Provinz Caceres soll 2026 die Produktion von Lithiumeisenphosphat-Batterien (LFP-Batterien) beginnen. In die neue Produktionsstätte will AESC mehr als 1 Milliarde Euro investieren. 80 Prozent von AESC gehören seit 2019 der chinesischen Firma Envision Group und nur noch 20 Prozent Nissan Motor. LFP-Batterien kosten weniger als Lithium-Ionen-Batterien, haben aber auch eine geringere Energiedichte.

Im März 2024 gab AESC weitere Investitionen von 1,5 Milliarden US-Dollar (US$) am Standort Florence County im US-Bundesstaat South Carolina bekannt. Damit will das Unternehmen seine Produktion von Lithium-Ionen-Batterien erweitern. Diese zusätzlichen Fertigungskapazitäten sollen 2027 in Betrieb genommen werden.

Die Gesamtsumme, die das Unternehmen in Florence County investieren will, steigt damit auf 3,1 Milliarden US$. AESC arbeitet unter anderem mit BMW, Mercedes-Benz und einer Reihe japanischer Automobilhersteller zusammen.

Weitere Projekte japanischer Anbieter

Daneben laufen weitere Investitionsprojekte japanischer Firmen wie Honda, Panasonic und Toyota bei Batterien in Nordamerika und in Japan. Nissan will ein Batteriewerk im Vereinigten Königreich bauen. Zuletzt hatte Honda im April 2024 eine Batteriefabrik in Kanada angekündigt.

Ausgewählte aktuelle Investitionsprojekte japanischer Firmen bei Batterien für ElektroautosInvestitionssumme in Milliarden US-Dollar
Standort

Summe

Produktionsstart

Projektträger
Fayette County in Ohio in den USA

3,5

2025

LG Energy Solution und Honda, Werk mit Kapazität von 40 Gigawattstunden pro Jahr
Alliston im Bundesstaat Ontario in Kanada

k.A. 1

k.A. 1

Honda und Partner, Werk mit Kapazität von 36 Gigawattstunden pro Jahr
De Sato im Bundesstaat Kansas in den USA

k.A.

2025

Panasonic, Werk mit Kapazität von 30 Gigawattstunden pro Jahr
Florence County im US- Bundesstaat South Carolina

3,1

2026 und 2027

AESC Group; Kapazität von mindestens 30 Gigawattstunden pro Jahr
Japan

3,1 2

Apr 27

Honda, GS Yuasa, Blue Energy, Forschung und Entwicklung und Werk mit Kapazität von 20 Gigawattstunden pro Jahr
Japan

2,3 2

Okt 26

Toyota, Prime Planet und andere, Kapazität von 25 Gigawattstunden pro Jahr
Bundesstaat North Carolina in den USA

2,1

2025

Toyota, Toyota Tsusho
Navalmoral de la Mata in der Provinz Caceres in Spanien

1,1

2026

AESC
Sunderland, Vereinigtes Königreich

k.A. 3

k.A.

Nissan
1 Teil einer Investition von 11 Milliarden US$; 2 umgerechnet zum Wechselkurs 1 US$ = 140,6 Yen; 3 Teil einer Investition von bis zu 2,5 Milliarden US$Quelle: Angaben der Unternehmen 2023 und 2024; METI 2023

Um 2030 könnten erste Autos mit Festkörperbatterien fahren

Daneben will Japan nach Vorstellungen des METI bis 2030 Festkörperbatterien kommerzialisieren. Nissan baut zurzeit in seinem Werk in Yokohama eine Pilotlinie zur Fertigung solcher Batterien. Laut der Vision Nissan Ambition 2030 will der Autobauer im Jahr 2028 erste Fahrzeuge mit Festkörperbatterien produzieren. Honda will 2024 eine Pilotlinie für Feststoffbatterien in Betrieb nehmen. Toyota will ebenfalls Festkörperbatterien in die Massenproduktion bringen. Dabei kooperiert Toyota mit der Erdöl- und Energiefirma Idemitsu Kosan. Beide Unternehmen wollen diese Batterien 2027/2028 auf den Markt bringen.

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