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Branche kompakt | Rumänien | Kfz-Industrie

Ford und Dacia fördern Wachstum in Rumänien

Rumäniens Kfz-Industrie blickt zuversichtlich in die Zukunft. Die Automobilproduktion und der Absatz von neuen Pkw wachsen. Autos aus Rumänien werden in ganz Europa beliebter.

Von Dominik Vorhölter | Bukarest

Ausblick der Kfz-Branche in Rumänien

Bewertung:  

  • Die Produktion rumänischer Autos wächst, die Nachfrage in Europa auch.
  • Kfz-Industrie investiert zunehmend in Forschung und Entwicklung.
  • Hochqualifizierte Fachkräfte bleiben schwer zu finden.

Anmerkung: Einschätzung des Autors für die kommenden zwölf Monate auf Grundlage von prognostiziertem Umsatz- und Produktionswachstum, Investitionen, Beschäftigungsstand, Auftragseingängen, Konjunkturindizes etc.; Einschätzungen sind subjektiv und ohne Gewähr; Stand: März 2025

  • Markttrends

    Rumäniens Automobilindustrie vollzieht ihren Wandel zur Elektromobilität. Kfz-Zulieferer investieren zunehmend in Forschung und Entwicklung. Der Automarkt in Rumänien wächst.

    Die Automobilproduktion in Rumänien läuft weiter auf Hochtouren und wird weiter wachsen. Die Autoproduzenten Ford und Dacia fördern die Elektromobilität und setzten Wachstumsimpulse für die in Rumänien aktive Kfz-Zulieferbranche. Dazu gehören überwiegend deutsche Unternehmen wie Continental, Dräxlmaier, Schaeffler, Forvia Hella, Bosch und weitere. Die Branche zeigt sich optimistisch.

    "Ford und Dacia haben neue Modelle auf den Markt gebracht und damit werden sie sich auf den ausländischen Märkten durchsetzen", sagt Adrian Sandu, Generalsekretär des Verbands der Automobilhersteller in Rumänien (ACAROM). Er rechnet damit, dass beide Autohersteller durch steigende Nachfrage ihr aktuell hohes Produktionsniveau über 560.000 Pkw halten werden.

    Automobile aus Rumänien werden trotz einer langsameren Konjunktur in Europa gefragt bleiben. Denn laut dem Magazin Autoexpress zählen aktuell rumänische Automobile, insbesondere die Modelle Dacia Sandero und Ford Puma, zu den am meisten verkauften, aber auch preisgünstigen Autos auf dem europäischen Markt. Der Umsatz der gesamten rumänischen Automobilbranche wird somit in diesem Jahr voraussichtlich bei 29 Milliarden Euro liegen und das Niveau von 2024 leicht übertreffen. 

    90 %

    der Kfz-Teile aus Rumänien sind in Automobilen aus europäischer Produktion verbaut.

    Rumänien ist kein Billiglohnstandort mehr

    Dennoch spürt auch die rumänische Automobilindustrie den globalen Wettbewerbsdruck. Steigende Arbeitskosten und Steuern verringern besonders im verarbeitenden Gewerbe den Standortvorteil Rumäniens als kostengünstiges Produktionszentrum. Unternehmen reduzieren daher lohnintensive Fertigungsschritte. So haben bereits Kfz-Zulieferer wie Schaeffler, Faurecia oder das Softwareunternehmen NTT Data Mitarbeiter entlassen.

    Ein weiterer Grund für Entlassungen ist eine rückläufige Auftragslage von Autoherstellern aus anderen europäischen Ländern. Denn europäische Autohersteller beziehen Komponenten, von Erstausrüstern (Original Equipment Manufacturer, auch OEM, genannt), die in Rumänien produzieren. Dazu zählen Unternehmen wie Continental, Bosch, Hella, Dräxlmaier und viele andere. Die rumänische Automobilindustrie exportiert rund 90 Prozent ihres Ausstoßes.

    Deutsche Kfz-Zulieferer wollen in Rumänien ein Mikrochip-Cluster entwickeln

    Rumänien entwickelt sich zu einem Hochtechnologiestandort. Ein strategischer Meilenstein wird ein Mikrochip-Projekt sein. Dabei geht es darum, Rumänien als Forschungs- und Entwicklungsstandort für eine europaweite Halbleiterindustrie zu etablieren. Bosch und Continental sind daran zusammen mit dem rumänischen Unternehmen NXP Semiconductor beteiligt. Rumänien gibt dafür Staatsbeihilfen in Höhe von 195 Millionen Euro.

    Ziel dabei ist, in Rumänien ein Mikrochip-Cluster für die Forschung und Entwicklung von Halbleitern und Kommunikationstechnologien im Bereich Automotive zu entwickeln. Dies hat eine strategische Bedeutung, denn mit einer eigenen Halbleiterproduktion wäre die Automobilindustrie weniger abhängig von Lieferungen aus Asien. Zudem verschmilzt die Kfz-Industrie zunehmend mit dem IT-Sektor. In Südosteuropa treiben Unternehmen wie Continental und Bosch zudem die Entwicklung des autonomen Fahrens voran.

    Regierung gibt Kaufprämien für umweltfreundliche Neuwagen aus

    Die Abwrackprämie "Rabla Auto" wird voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte erhältlich sein. Autofahrer können einen Zuschuss beim Händler erhalten, wenn sie ein altes Auto mit umweltschädlicherem Antrieb abgeben und dafür ein neues, umweltfreundlicheres Auto kaufen. Die Regierung wird Zuschüsse für Hybrid- und Elektroautos einführen. Im Gespräch sind pro Hybridantrieb ein Zuschuss von 2.500 Euro und pro Elektroauto ein Zuschuss von 5.000 Euro. Das Geld dafür wird aus dem Umweltfonds fließen. Anfang Februar 2025 war noch kein Staatshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Daher steht noch nicht fest, wie viel Geld der Umweltfonds für das Programm "Rabla Auto" erhalten wird.

    Die Abwrackprämie setzt wichtige Wachstumsimpulse für den heimischen Automarkt, der mittelfristig noch weiter wachsen wird. Der Grad der Motorisierung der rumänischen Bevölkerung liegt aktuell mit 0,39 Autos pro Einwohner weit unter dem EU-Durchschnitt von 0,56 Autos pro Einwohner, berichtet Eurostat. Lediglich in der Hauptstadt Bukarest entspricht die Dichte der Fahrzeuge dem EU-Durchschnitt.

    Der heimische Automarkt wuchs 2024 im Vergleich zu 2023 um 5,6 Prozent, berichtet der Europäische Automobilherstellerverband ACEA. Er meldet 151.105 verkaufte Neuwagen in Rumänien. Die meisten Neuzulassungen zählt der Verband unter den Fahrzeugen mit Elektrohybridantrieb (58.470 Stück), gefolgt von Benzinern (71.072 Stück) und Diesel-Autos (18.443 Stück). Der Markt für Elektroautos schrumpft dagegen 2024 im Vergleich zu 2023 um 32,2 Prozent. Der ACEA listet im Jahr 2024 nur 9.795 verkaufte Elektroautos. Ein Grund für den Einbruch in diesem Segment ist die Kürzung der Abwrackprämie um die Hälfte der Fördersumme seit 2024.

    Dacia bleibt MarktführerAbsatz von Pkw nach Herstellern in Rumänien (Stückzahl; Veränderung und Marktanteil in Prozent)

    Hersteller

    Absatz

    Veränderung 2024/2023

    Marktanteil 2024

    Dacia 

    44.470

    -3,2

    29,9

    Toyota

    12.654

    20,2

    8,4

    Skoda

    10.612

    0,5

    7,1

    Hyundai

    10.268

    14,4

    6,9

    Volkswagen

    9.722

    0,3

    6,7

    Renault

    9.037

    -12,3

    6

    Sonstige

    52.137

     

    35

    Quelle: Automotive Manufacturers and Importers Association APIA, Januar 2025
    Am meisten nachgefragt unter den Fahrzeugen mit Hybridantrieben und Elektroautos waren im Berichtszeitraum die Marken Toyota (11.589), Dacia (5.055 Stück), Tesla (2.550 Stück), Hyundai (2.497 Stück), Renault (2.178 Stück) und Mercedes-Benz (1.262 Stück).

    Von Dominik Vorhölter | Bukarest

  • Branchenstruktur

    Rumänien zieht erfolgreich Investoren in der Automobilindustrie an. Das Produktionsvolumen wächst weiter.

    Der rumänische Automobilsektor ist mit einem Beitrag von 13 Prozent am Bruttoinlandsprodukt einer der größten Wirtschaftszweige. Unternehmen der Kfz-Industrie beschäftigen rund 260.000 Mitarbeiter, berichtet der Verband der Automobilhersteller in Rumänien (ACAROM). Die Kfz-Industrie ist eingebunden in die Lieferketten der europäischen Automobilhersteller. Die Branche exportiert 90 Prozent ihrer Produkte. "Es gibt kein Auto in Europa, das nicht mit Komponenten aus Rumänien produziert wird", sagt Adrian Sandu, Generalsekretär des ACAROM.

    Ford und Dacia stellen Produktion auf elektrische Antriebe um

    Mit insgesamt 560.102 Einheiten übertrafen die Autowerke von Ford Otosan und Dacia das Produktionsniveau des Vorjahres um 47.047 Einheiten. Zudem setzen beide Autobauer ihre Investitionen in die Produktion von Autos mit emissionsfreien Antrieben fort. 

    So investiert Ford Otosan 500 Millionen Euro in die Produktion der neuen Modelle Transit Courier und Turneo Courier. Bei der Umstellung der Produktionsanlage setzt das Unternehmen ganz auf vollelektrische Modelle. Seit 2025 gibt es das SUV Puma statt mit Hybridantrieb nur noch mit Elektromotor.

    Die Renault-Gruppe hat ihre Produktionslinien im Dacia-Werk in Mioveni auf höherpreisige Fahrzeuge ausgerichtet. Die Produktion des Kleinwagens Dacia-Sandero hat das Unternehmen an den Standort Marokko verlagert. In Mioveni produziert Renault das SUV Sandero Stepway und den Mittelklassewagen Logan in der dritten Generation sowie das SUV Duster.

    Zudem werden etwa 40 Prozent der Modelle aus dem Werk Mioveni einen Verbrennungsmotor erhalten, der mit Autogas (Liquified Petroleum Gas, kurz LPG) angetrieben wird. Zusätzlich plant Renault, auf der Plattform ein neues Modell – den Dacia Bigster – zu produzieren. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein SUV. Es soll 2025 mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb auf den Markt kommen. Spätestens ab 2030 will Renault nach eigenen Angaben in Rumänien nur noch vollelektrische Modelle zusammenbauen.

    Rumänien – ein interessanter Nearshoring-Standort

    Die meisten Systemlieferanten der Kfz-Zuliefererindustrie nutzen halbautomatisierte und automatisierte Prozesse bei der Produktion. Unternehmen schätzen Rumänien als Nearshoring-Standort, weil das Land im EU-Vergleich günstige Steuern und Energiepreise bietet.

    So plant Diehl Controls eine neue Produktionsstätte in Rumänien für nach IATF-Norm standardisierte elektronische Komponenten für die Automobilindustrie. IATF steht für die International Automotive Taskforce, die sich für Standards und Harmonisierung von Produkten der Automobilzulieferer einsetzt. In dem Werk sollen 700 Mitarbeiter angestellt werden. Die Automobilindustrie gehört zu den Kunden des Unternehmens.

    Rheinmetall ist seit Februar 2024 Hauptgesellschafter bei Automecanica Medias durch den Erwerb von 72,5 Prozent der Anteile. Der rumänische Hersteller bietet zivile und militärische Spezialfahrzeuge an, produziert Lkw-Aufbauten und Tankwagen, etwa für die städtische Wasserwirtschaft.

    Am Standort Sebes baut die Mercedes-Benz-Group eine neue Produktionsanlage für Elektroantriebe von künftigen Mercedes-Benz-Fahrzeugen. Das Unternehmen plant, die Anlage im Jahr 2025 in Betrieb zu nehmen und investiert 134 Millionen Euro, berichtet die Zeitung Adevarul. 

    Wichtige Investitionsprojekte in der Kfz-Industrie in Rumänien in Millionen Euro

    Vorhaben

    Investitionssumme 

    Projektstand

    Investor

    Mercedes-Benz-Autowerk in Sebes

    134

    In UmsetzungStar Assembley
    Forschung und Entwicklung Halbleiterindustrie

    130

    In PlanungIMT Bucharest
    Batterieproduktion

    100

    In Planung Tesla Energy Storage
    Produktionsstätte für Kunstoffkomponenten

    -

    In UmsetzungSchieffer Group
    Karrosserie-Werk

    45

    In PlanungGestamp - Home
    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest, Januar 2025

    Auch die Pläne von BMW, im ungarischen Debrecen ein neues Werk zu bauen, beflügeln die Branche. Das bietet eine Chance für Kfz-Zulieferer, in Rumänien Aufträge zu generieren. BMW wird ab 2025 in Debrecen ein Presswerk, eine Anlage für Karosseriebau sowie eine Lackiererei für seine Modelle in Betrieb nehmen. Dies zieht neue Zulieferer an, wie etwa den Produzenten von Kunststoffkomponenten Schieffer, der in Hunedoara, rund 300 Kilometer westlich von Debrecen, in ein neues Werk investiert.

    Durch die Ansiedlungen von BMW im ungarischen Debrecen und von Mercedes-Benz in Sebes bilden sich jeweils neue Cluster. Die Städte Pitesti und Mioveni (Dacia) im Zentrum Rumäniens und Craiova (Ford Otosan) im Süden bilden mit der Region im Westen als Standort vieler Zulieferer die größten Automotive-Cluster des Landes.

    Bei den in Rumänien aktiven Firmen handelt es sich um Hersteller von Komponenten wie Kabelbäumen, Armaturen, Reifen, Sensortechnik oder Lichtanlagen. Die größten Hersteller von Automobilkomponenten in Rumänien sind Continental, Star Assembly, Autoliv, Michelin, Forvia Hella, Pirelli, Bosch, Marquardt und Yazaki.

     

    Rumänien importiert größtenteils Karosserien und Stoßstangen aus DeutschlandEinfuhr ausgewählter Kfz-Teile nach Rumänien (in Millionen US-Dollar; Veränderung in Prozent)
     

    2023

    Veränderung 2023/2022

    aus Deutschland

    SITC 784 Karosserien, Stoßstangen etc.

    5.444,3

    14,4

    2.130

    SITC 773.13 Zündkabelsätze

    691,1

    -4,2

    16,1

    SITC 713.2 Motoren

    579,8

    6,5

    6,7

    SITC 778.3 Kfz-Elektrik

    463,2

    10,3

    54,8

    Summe

    7.177,4

    27

    2.207,6

    Quelle: UN-Comtrade, Januar 2025

     

    Investor kündigt Bau einer Fabrik für Autobatterien an

    In Braila plant das tschechische Unternehmen Tesla Energy Storage, 100 Millionen Euro in die Produktion von Batterien zu investieren, berichtet die Wirtschaftszeitung Ziarul Financiar. Das Unternehmen hat dem Bericht zufolge ein 11 Hektar großes Grundstück im Industriegebiet der Kommune Braila erworben. Braila hat einen Zugang zur Donau und liegt in der Nähe des Schwarzmeerhafens Constanta. 

    Von Dominik Vorhölter | Bukarest

  • E-Mobility

    Rumänien will bis 2030 die Ladeinfrastruktur massiv ausbauen. Die größte Hürde dabei ist die Kapazität des Stromnetzes.

    Bis zum Jahr 2050 will Rumänien klimaneutral werden. Daher plant die rumänische Regierung, ein dichtes Netz von Ladesäulen aufzubauen. Deren Abstand voneinander soll maximal 60 Kilometer betragen, so schreibt es eine EU-Verordnung vor. Dies bis spätestens 2030 umzusetzen, dazu hat sich das Land zusammen mit anderen EU-Mitgliedstaaten verpflichtet.

    Rumänien braucht mehr Investitionen in die Ladesäuleninfrastruktur

    Die Langzeitstrategie für die Vermeidung von klimaschädlichen Gasen rechnet fest mit mehr Elektromobilität im Straßenverkehr. So formuliert die Strategie das Ziel, bis 2030 mehr als 30.000 Ladestationen für Elektroautos in Rumänien aufzubauen. Dieses Ziel will der Staat schrittweise erreichen und bis 2026 rund 6.500 Ladesäulen errichten. Dafür hat Rumänien von der EU aus der Aufbau- und Resilienzfazilität Fördermittel von rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

    Um den Ausbau der Ladesäulen anzukurbeln, stellt die Regierung Zuschüsse für kleine und mittelständische Unternehmen bereit. Sie erhalten im Rahmen des Programms ElectricUP eine Förderung von bis zu 150.000 Euro, für Investitionen in Elektromobilität oder den Ausbau von Ladeinfrastruktur, heißt es in einer Pressemitteilung des Energieministeriums.

    Es fehlen Kapazitäten im Stromnetz

    Ein weiteres Problem bei der Entwicklung der Ladesäuleninfrastruktur stellt das Stromnetz dar. Um ausreichend Strom für Schnellladesäulen und andere Ladestationen zur Verfügung zu haben, müssen Städte und Gemeinden ihre Versorgernetze weiter ausbauen. Der Energieminister Sebastian Burdja erklärte gegenüber der Zeitung Ziarul Finanziar, dass das rumänische Stromnetz aktuell Kapazitätsgrenzen aufweist und somit der Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur eingeschränkt sei.

    In Rumänien gibt es bereits 1.700 Ladestationen, wie die Verwaltung des Umweltfonds berichtet. Weitere 4.217 Stationen werden noch gebaut, sagt die Behörde. Zu den größten Investoren in die Ladesäulen zählen die Unternehmen Kaufland, E.ON, Lidl oder Eldrive. Daher konzentrieren sich die Lademöglichkeiten auf die Städte. Man findet die Ladesäulen etwa auf Parkplätzen von privaten Unternehmen, Einkaufszentren oder Gastronomiebetrieben. Um eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zu schaffen, werden künftig mehr Investitionen benötigt.

    Von Dominik Vorhölter | Bukarest

  • Rahmenbedingungen

    Der Wettbewerb um Fachkräfte ist hart. In Rumänien gelten die Regeln der EU.

    Der Wettbewerb um Fachkräfte wird in den Zentren der Automobilwirtschaft, Timisoara, Cluj, Craiova und Mioveni immer härter. Mehr als die Hälfte der Branchenunternehmen rekrutiert Mitarbeiter von Fachhochschulen und Berufsschulen. Rumänien braucht in der Branche über 100.000 neue Mitarbeiter, die über eine spezialisierte Ausbildung verfügen.

    Unternehmen suchen verstärkt gut ausgebildete Mitarbeiter

    "Wir bewegen uns vom Fertigungsbereich zur digitalisierten Produktion. Dieser Prozess erfordert eine dynamische Belegschaft, die in der Lage ist, die neuen Technologien zu nutzen", sagt Adrian Sandu, Generalsekretär des ACAROM. Ford und Dacia beschäftigen rund 19.000 Mitarbeiter. Den Rest der Arbeitsplätze stellt die Kfz-Zulieferindustrie, die immer mehr von spezialisierten Fachkräften abhängig wird. Die meisten Unternehmen bieten Mitarbeitern, die in ländlichen Regionen wohnen, einen Shuttleservice an, um sie ins Werk zu bringen.

    Zoll- und Importbestimmungen ändern sich nur für Waren aus Drittländern

    Rumänien ist seit 2007 Mitglied der EU und hat seitdem deren Zollkodex übernommen. Demnach unterliegen Einfuhren aus Drittländern einer Verzollung nach dem EU-Tarif TARIC. Einen Überblick über tarifäre und nicht-tarifäre Maßnahmen sowie Klassifizierungen bietet die rumänische Generalzolldirektion. Sie ist die zuständige nationale Stelle für Zölle und Einfuhrverfahren. Auskünfte über technische Standards und Normen gibt das nationale Normungsgremium ASRO.

    Im innergemeinschaftlichen Warenverkehr der Europäischen Union sind die Regelungen des Umsatzsteuerkontrollverfahrens in der EU zu beachten. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern. Hinsichtlich der Normierung gelten die einschlägigen EU-Richtlinien (siehe etwa Deutsches Institut für Normung e.V.).

    Germany Trade & Invest stellt ausführliche Informationen zum Wirtschafts- und Steuerrecht sowie zu Einfuhrregelungen, Zöllen und nicht tarifären Handelshemmnissen zur Verfügung.

    Von Dominik Vorhölter | Bukarest

  • Kontaktadressen

    Bezeichnung

    Anmerkungen

    Germany Trade & InvestAußenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft

    AHK Rumänien

    Anlaufstelle für deutsche Unternehmen

    Wirtschaftsministerium

    -
    Innenministerium, Abteilung für Kfz-RegistrierungStatistiken zu neuen und gebrauchten Kfz
    Umweltministerium, Verwaltung des UmweltfondsBehörde für den gesetzlichen Rahmen des Abwrack-Programms
    Registrul Auto RomanZulassungsbehörde
    Asociatia Constructorilor de Automobile din RomaniaVerband der Automobilhersteller; Produktionsstatistiken
    Asociatia Producatorilor si Importatorilor de AutomobileVerband der Autohersteller und -Importeure; Statistik der KFZ-Registrierungen 
    Internationale Automesse Salonul Auto BucurestiMessegelände Romexpo, Bukarest

    Internetportal und Fachzeitschrift Autoexpert

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